Leclerc-Produkte, die laut Experten von UFC-Que Choisir unbedingt zu meiden sind

Viele greifen täglich zu Shampoo, Creme, Babygel. Kaum jemand liest jede Zeile der INCI.

Eine neue Auswertung der französischen Verbraucherorganisation UFC-Que Choisir bringt Unruhe in Regale eines großen Händlers: Leclerc. Die Expertinnen und Experten nennen mehrere Eigenmarkenprodukte, in denen umstrittene Stoffe stecken könnten. Was hinter den Vorwürfen steckt, welche Namen auftauchen und wie man beim nächsten Einkauf schnell bessere Entscheidungen trifft.

Wer ist leclerc und was kritisiert ufc-que choisir?

Leclerc gehört zu den größten Handelsketten in Frankreich. Viele Deutsche kennen die Märkte vom Urlaub oder beim Einkauf nahe der Grenze. UFC-Que Choisir hat aktuell eine Reihe von Kosmetika und Hygieneartikeln gelistet, die wegen bestimmter Inhaltsstoffe kritisch gesehen werden.

Im Fokus stehen unter anderem Petrolatum, Formaldehyd oder formaldehydabspaltende Konservierer, Sodium Laureth Sulfate (SLES), EDTA sowie MIPA. Diese Stoffe haben oft eine klare Funktion: Sie stabilisieren, reinigen, konservieren oder machen Texturen angenehmer. Die Diskussion dreht sich um Hautverträglichkeit, Allergierisiken und Umwelteffekte.

Die Untersuchung nennt beispielhaft Produkte aus Leclerc-Eigenmarken: Bionaïa (Kohle-Maske), Mots d’enfants bio (Babycreme, Waschgel), Vitanove Pascal Coste (permanente Haarfarben), Manava Bora Bora (Duschgel), Inell (Handcreme).

Die problematischen inhaltsstoffe im überblick

Viele der genannten Namen sind in der EU erlaubt, aber nicht unumstritten. Ein schneller Überblick hilft, Etiketten besser zu lesen.

Inhaltsstoff Typische Funktion Mögliche Risiken Umweltaspekt Alltagstipp
Petrolatum Okklusive Pflege, schützt vor Feuchtigkeitsverlust Kann okklusiv wirken, Kritik an Herkunft aus Erdöl Nicht biologisch abbaubar Bei sehr trockener Haut sparsam nutzen, sonst Alternativen wie Sheabutter wählen
Sodium Laureth Sulfate (SLES) Tensid, schäumt und reinigt Kann sensible Haut reizen Gewässerbelastung möglich Für empfindliche Haut milde Tenside (z. B. Coco-Glucoside) bevorzugen
EDTA Komplexbildner, stabilisiert Formulierungen Kein direkter Hautschädiger, aber umstritten Schwer abbaubar, kann Metalle mobilisieren Produkte mit Zitronensäure-Komplexbildnern wählen
Methylisothiazolinone (MIT) Konservierer Allergiepotenzial, besonders in Leave-on-Produkten Geringe Mengen im Abwasser In der EU in Leave-on verboten, in Rinse-off streng begrenzt
MIPA pH-Regler, Emulgator Kritik wegen möglicher Reizungen Abhängigkeit von Rezeptur Bei empfindlicher Haut meiden, Alternativen suchen

Was sagt das recht?

Die EU-Kosmetikverordnung erlaubt viele dieser Stoffe unter strengen Bedingungen. Freies Formaldehyd als Konservierer ist nicht mehr zulässig. Formaldehydabspalter sind nur eingeschränkt erlaubt und müssen oberhalb definierter Schwellen gekennzeichnet werden. MIT ist in Leave-on-Produkten untersagt und in Rinse-off auf sehr kleine Mengen begrenzt. Erlaubt heißt nicht automatisch empfohlen, gerade bei empfindlicher Haut oder bei Produkten für Kinder.

Erlaubt ist nicht gleich geeignet: Wer zu Allergien neigt oder Babyhaut pflegt, sollte genauer auf Konservierer, Duftstoffe und starke Tenside achten.

Welche produktgruppen nennt die analyse?

Genannt werden vor allem Alltagsprodukte. Dazu zählen Feuchtigkeitscremes, Gesichtsmaske mit Aktivkohle, Babycreme und Babywaschgel, Duschgele, Handcremes sowie permanente Haarfarben. Haarfarben stehen regelmäßig in der Kritik, weil sie oxidative Farbstoffe nutzen, die Allergien auslösen können. Babyprodukte geraten ins Visier, wenn Konservierer oder Tenside unnötig reizen.

  • Hautpflege für Erwachsene: mögliche Kritik an Petrolatum, Konservierung und Duftstoffen
  • Baby- und Kinderpflege: besondere Sensibilität, weniger ist hier meist mehr
  • Haarfarben: vorher unbedingt Allergietest gemäß Packungsbeilage durchführen
  • Reinigungsprodukte: milde Tenside bevorzugen, gerade bei täglicher Nutzung

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  • INCI von hinten denken: Konservierer stehen meist weit unten, Duftstoffe ebenso.
  • Bei empfindlicher Haut auf SLES, starke Duftstoffe und MIT achten.
  • Für Babys kurze INCI-Listen wählen und Parfumarme Produkte nehmen.
  • Auf vertrauenswürdige Siegel für Naturkosmetik setzen, wenn möglich.
  • Bei Reaktionen Produkt absetzen und an Händler oder Verbraucherzentrale melden.

Was heißt das für verbraucher in deutschland?

Leclerc verkauft primär in Frankreich. Viele Reisende kaufen dort ein, und manche Produkte landen über Umwege auch hier. Die genannten Stoffe finden sich zudem in Formulierungen anderer Handelsmarken, auch in Deutschland. Es lohnt sich also unabhängig vom Händler ein Blick aufs Etikett.

Die EU-Regeln schützen vor groben Fehltritten, doch persönliche Verträglichkeit variiert. Ein Shampoo mit SLES ist legal, kann aber bei Neurodermitis störend wirken. Eine Handcreme mit Petrolatum schützt stark beanspruchte Hände, wirkt jedoch okklusiv und gefällt nicht jedem Gefühl nach dem Auftragen.

So liest du die inci-liste in 30 sekunden

Starte mit dem oberen Drittel: Dort stehen Basisöle und Tenside, die das Gefühl und die Reinigungsstärke bestimmen. Scanne dann das untere Drittel: Dort sitzen Konservierer wie Phenoxyethanol, Benzoate oder Isothiazolinone sowie Duftstoffe wie Limonene und Geraniol. Suche gezielt nach Triggern, die du meiden willst. Lege im Zweifel ein Produkt mit kürzerer Liste in den Korb.

Drei schnelle Regeln: kurze INCI, milde Tenside, reizärmere Konservierung. Das reduziert Risiken spürbar im Alltag.

Haut und umwelt: doppelt hinschauen, einfach handeln

EDTA baut sich in Gewässern schlecht ab. Tenside belasten Kläranlagen unterschiedlich stark. Wer auf mildere Rezepturen setzt und Produkte sparsam dosiert, senkt die eigene Hautbelastung und die Umweltlast zugleich. Ein Umstieg auf zertifizierte Naturkosmetik löst nicht jedes Problem, reduziert aber bestimmte Stoffgruppen klar, etwa erdölbasierte Bestandteile oder synthetische Polymere.

Mini-rechnung zur dosis

Ein Erwachsener verbraucht pro Duschgang etwa 6 bis 10 ml Duschgel. Ist ein Konservierer in Rinse-off-Produkten auf 0,0015 Prozent begrenzt, landen bei 8 ml theoretisch 0,00012 ml des Wirkstoffs auf der Haut und im Abfluss. Die Einzeldosis bleibt klein, doch tägliche Nutzung und Kombination verschiedener Produkte erhöhen die Exposition.

Konkrete alternativen und nächste schritte

  • Für trockene Haut: Buttern und Wachse pflanzlichen Ursprungs statt Petrolatum testen.
  • Für empfindliche Kopfhaut: sulfatfreie Shampoos wählen, Waschfrequenz reduzieren, gründlich ausspülen.
  • Für Babys: Wasser, Öl und wenige, einfache Formulierungen genügen meist.
  • Für Haarfarben: Allergietest strikt befolgen, Handschuhe nutzen, Einwirkzeit nicht überschreiten.
  • Für den Alltag: Nicht zu viele Produkte schichten, Reizstoffe summieren sich.

Wer Nebenwirkungen bemerkt, dokumentiert Datum, Produkt, Chargennummer und Symptome. Händler müssen Reklamationen aufnehmen. Verbraucherzentralen und die zuständigen Landesbehörden für Lebensmittelsicherheit und Gesundheit sind weitere Anlaufstellen. Hersteller sind in der EU zur Kosmetovigilanz verpflichtet und müssen schwere Fälle melden.

Ein letzter Gedanke für die Einkaufsliste: Prüfe Kategorien statt nur Marken. Reinigungsprodukte ohne aggressive Sulfate, Pflege mit moderater Duftstofflast, Farben mit klarer Anleitung. So lässt sich auch im Urlaubseinkauf bei Leclerc, Carrefour oder hierzulande im Discounter die persönliche Risikoampel auf Grün stellen.

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